Der Prophet der Gnade Webseite

Vereins der islamischen Welt - Globalen Komitees zur Einführung und Verteidigung des Gottesgesandten Mohammed

Der Qur’an ist das Wort Gottes, geoffenbart für die gesamte Menschheit und für alle Zeiten. Die Gründe, wofür der Qur’an als Wunder bezeichnet werden kann sind so zahlreich, dass sie selbst nicht aufgezählt werden können. Es gibt jedoch drei Hauptgründe, die den Qur’an als Wunder auszeichnen: Seine literarische Vorzüglichkeit, sein Inhalt und sein Schutz durch Gott.

Der Qur’an wurde, wie darin erklärt, den Arabern in arabischer Sprache geoffenbart:

Hätten Wir ihn zu einem fremdsprachigen Qur’an gemacht, hätten sie gewiss gesagt: "Warum sind seine Zeichen nicht deutlich erklärt worden? (Ein Buch) in fremder Sprache und ein Araber?... (Sure Fussilat: 44)


Wir haben dir für alle Menschen das Buch mit der Wahrheit hinabgesandt. Und wer rechtgeleitet ist, der ist es zu seinem eigenen Besten. Und wer irregeht, der geht zu seinem eigenen Nachteil irre, und du bist nicht ihr Beschützer.
(Sure az-Zumar: 41)

Um die literarische Vorzüglichkeit des Qur’an besser verstehen zu können, ist es nötig, über die Sprache der Araber, denen der Qur’an geoffenbart wurde, zu lernen. Vor dem Erscheinen des Islam waren Dichtkunst und Literatur in Arabien hoch entwickelt. Es gab erstaunlich originelle Dichter und wortgewandte Personen, die die arabische Sprache äußerst gut beherrschten. Die Literaten eines Stammes wurden gleichwertig mit den größten Heldes des Volkes betrachtet. Auf Grund der Wichtigkeit der Literatur und Rhetorik wurden die Mu’allaqat (sieben Gedichte von sieben Dichtern) in goldenen Buchstaben geschrieben und an den Wänden der Ka’bah (Kaaba) aufgehängt.3 Einige davon wurden dem Volk zu großen Anlässen, wie der Markt in Ukkaz, vorgelesen. Sogar beduinische Nomaden rezitierten manchmal Dichtungen, die ebensogut, wenn nicht besser waren als die, der Poeten in den Städten, und die Menschen waren bewegt von ihren Vorträgen. 4

Es war deshalb in jener Zeit, als der Qur’an geoffenbart wurde, dass Wortgewandtheit und Stil der Sprache gut entwickelt waren. Als der Prophet (s.a.w.s) den Qur’an den Ungläubigen von Makkah rezitierte, waren sogar diese Literaten davon beeindruckt. Manche Menschen traten lediglich nach Anhören der schönen Verse zum Islam über – Umar ibn al-Khattab, einer der erbittertsten Gegner des Islam, konvertierte, nachdem er die ersten Verse der Sure Ta-Ha las.

Manche Menschen nahmen den Islam, nachdem sie den Qur’an hörten, noch nicht an, jedoch konnten sie auch keine Antwort darauf finden. Die Ungläubigen verspotteten den Propheten (s.a.w.s) und bezichtigten ihn, dass er den Qur’an selbst schrieb:

Und die Ungläubigen behaupten: "Dies ist nichts als Betrug, den er sich mit Hilfe anderer Leute ausgedacht hat." Doch sie äußern da nur Ungerechtigkeit und Falschheit. (Sure al-Furqan: 4)

Und sie behaupten: "Fabeleien früherer Geschlechter hat er sich aufschreiben lassen; sie werden ihm am Morgen und am Abend vorgelesen."(Sure al-Furqan: 5)

Gott gab die weiseste Antwort auf die, bis ins einzelne verzierte Rhetorik der Araber und an ihre berühmtesten Dichter und besten Redner und forderte sie heraus, ähnliche Werke zu vollbringen.

Und falls ihr über das, was Wir auf Unseren Diener herniedersandten, in Zweifel seid, so bringt eine gleiche Sure hervor und ruft andere Zeugen als Gott an, so ihr wahrhaftig seid. (Sure al-Baqara: 23)

Dennoch sagen sie: "Er hat ihn sich ausgedacht!" Sprich: "So bringt (wenigstens) eine einzige ebenbürtige Sure hervor, und ruft dafür an, wen ihr könnt - außer Gott - sofern ihr wahrhaftig seid." (Sure Yunus: 38)

Aber Gott weiß, dass niemand in der Lage ist, noch jemals sein wird, dies zu vollbringen:

Sprich: "Wahrlich, selbst wenn sich Menschen und Dschinn zusammentäten, um einen Qur’an wie diesen hervorzubringen, brächten sie nichts Gleiches hervor, auch wenn die einen den anderen beistünden."(Sure al-Isra': 88)

Oder sie behaupten: "Er hat ihn zusammengedichtet!" Sprich: "So bringt zehn gleichwertige Suren herbei, (von euch) erdichtet, und ruft dafür an, wen ihr könnt - außer Gott sofern ihr wahrhaft seid. Und wenn sie euch nicht erhören, dann wisst, dass er aus Gottes Weisheit hinabgesandt wurde, und dass es keinen Gott außer Ihm gibt. Wollt ihr euch nicht (Gott) ergeben?" (Sure Hud: 13-14)

Dennoch sagen sie: "Er hat ihn sich ausgedacht!" Sprich: "So bringt (wenigstens) eine einzige ebenbürtige Sure hervor, und ruft dafür an, wen ihr könnt - außer Gott - sofern ihr wahrhaftig seid." Aber was ihr Wissen nicht umfasste und was ihnen noch nicht erläutert worden war, nannten sie Lüge. So leugneten auch jene, die vor ihnen lebten. Und schau, wie das Ende der Ungerechten war! (Sure Yunus: 38-39)

Der große Islamische Denker Bediuzzaman Said Nursi beschreibt die Auswirkung der Offenbarung des Qur’an auf die Araber:

Als der Qur’an geoffenbart wurde, forderte er Experten in vier Bereichen heraus Zuerst verneigten sich die Wortgewandten vor ihm. Sie alle hörten mit Verwunderung zu. Zweitens verblüffte er die Dichter und Redner, so dass sie enstaunt in ihre Finger bissen. Ihre schönsten, in Gold geschriebenen Dichtungen erhielten einen Schlag und die berühmten Sieben Gedichte, die an den Wänden der Ka’bah (Kaaba) als Gegenstand des Hochmutes aufgehängt waren, wurden heruntergerissen. Drittens brachte er die Wahrsager und Zauberer zum Schweigen. Er ließ sie ihre Entdeckungen von verstecktem Wissen vergessen, was zur Vertreibung des Jinn aus den Himmeln führte und brachte das Weissagen zu einem definitiven Ende. Viertens befreite er alle jenen von Mythos und Phantasien, welche die Ereignisse von längst vergangenen Zeiten und die Fakten der Kosmologie kannten, indem er sie die wahren Geschichten der vergangenen Ereignisse und das erleuchtende Wissen über die Schöpfung lehrte. Aus diesen Gründen verneigten sich diese vier Gruppen vor dem Qur’an mit Erstaunen und Hochachtung und wurden seine Schüler. Keiner von ihnen wagte es jemals wieder, einen einzigen Vers in Zweifel zu ziehen.5

Der Qur’an ist in solcher Weise geschrieben, dass kein menschliches Wesen etwas ähnliches wiedergeben könnte. Die arabische Sprache selbst ist sehr rein; sie ist nicht so, wie die Araber heute sprechen. Der Qur’an verkündet seine Botschaft klar und prägnant und doch eloquent. Um die Botschaft des Qur’an zu verdeutlichen wurden zahlreiche Gleichnisse und Ausdrücke verwendet.

So haben Wir den Menschen in diesem Qur’an allerlei Gleichnisse aufgestellt. Doch der Mensch bestreitet die meisten Dinge. (Sure al-Kahf: 54)

Es ist ein Buch von großer Tiefe und vielschichtiger Bedeutung. Selbst ein oberflächliches Lesen des Qur’an wird erkennen lassen, dass nur eine begrenzte Anzahl von Worten (einige zweitausend) in dem ganzen Qur’an verwendet wurde, um eine gewaltige Auswahl an Befehlen, Gedanken und Tatsachen zu überliefern. Gerade diese Wiederholungen machen das Buch allen Lesern leicht verständlich und merkbar:

Wir machten den Qur’an gewiss leicht zum Erinnern ... (Sure al-Qamar: 17)

Und doch, trotz offensichtlicher Wiederholung von Schlüsselthemen, kann man den Qur’an nicht als repetitiv bezeichen. Selbst wenn jemand ihn oft in seinem Leben liest, wird er niemals unterlassen, seine Eleganz zu würdigen und nie durch sein Lesen ermüden.

Gott hat die schönste Botschaft hinabgesandt: ein Buch, in Einklang mit sich selbst, voll Wiederholung... (Sure az-Zumar: 23)


Gott ist es, Der das Buch hinabgesandt hat, in Wahrheit, und die Waage. Wer weiß! Die Stunde ist vielleicht nahe!
(Sure ash-Shura: 17)
Und er ist fürwahr in der Urschrift bei Uns- eine erhabene und weise.
(Sure az-Zukhruf: 4)

Der Qur’an ist in seinem Gehalt einzig, da er eine Göttliche Offenbarung ist. Er beinhaltet die Rechtleitung Gottes für die gesamte Menschheit; er hilft den Menschen, ihr eigenes ich zu erkennen; er gibt Auskunft über die Vergangenheit und die Zukunft, über Dinge, die kein menschliches Wesen noch Geist wissen konnten und alle seine Enthüllungen sind wahr. Außerdem spielte der Qur’an bereits von 1400 Jahren auf wissenschaftliche Themen an, die erst kürzlich mit Hilfe der Technologie des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts ans Licht kamen.

Mit der ehrfurchtsgebietenden Weisheit, die er beinhaltet, der Wahrheit, die die Vergangenheit und Zukunft offenlegt, den Offenbarungen, die die Unwissenheit vertreiben und die Geheimnisse der menschlichen Gesinnung enthüllen, hat der Qur’an nichts gleichartiges. Sein wundervoller Charakter ist für alle Menschen in der Vergangenheit und der Zukunft maßgebend. Seine Gebote und Verbote sind bis zum Tag des Urteils gültig. Er war, ist und wird für alle Zeiten und für alle Menschen, vom Tage seiner Offenbarung bis zum Letzten Tag maßgeblich sein.

... Und dies ist nur eine Mahnung für die Menschen. (Sure al-Muddaththir: 31)

Doch dies ist nichts anderes als eine Ermahnung für alle Welt. (Sure al-Qalam: 52)


Halte daher an dem fest, was dir geoffenbart wurde. Du bist fürwahr auf dem rechten Weg.
(Sure az-Zukhruf: 43)

Gott hat im Qur’an in vielen Versen Seine Eigenschaften, Seine Macht und Seinen Gefallen an Seiner Schöpfung dargestellt. Er offenbart, dass Er das Universum schuf; dass Er frei von weltlichen Bedürfnissen ist; dass Er frei von Fehlern ist; dass Er allwissend und alles-sehend ist. Das ist für uns wichtig, damit wir ein besseres Verständnis des Einen, den wir anbeten, erlangen, so dass wir für Seine Wohltätigkeiten dankbar sein können und uns weiter bemühen, Ihm zu gefallen. Außerdem spricht Gott direkt zu uns, persönlich und kollektiv, zu Moslems und nicht-Moslems, und gib uns Zuversicht und Rückhalt, gute Nachrichten und eine Warnung. Er sagt uns, dass Er unser Freund und Helfer ist und dass die Menschen Ihn in Zeiten der Not anrufen sollen.

Da Gott der Schöpfer aller Dinge ist, weiß Er, was für Seine Schöpfung am besten ist, sowohl für die Menschen als auch für sie als ein Ganzes. Deshalb hat Er im Qur’an die Grenzen Seines Gesetzes (Shariah), innerhalb welchen wir handeln sollen, umrissen. Gott hat im Qur’an ausdrücklich erklärt, was richtig und falsch ist; was rechtmäßig und was verboten ist:

Er ist es, der auf dich das Buch herabsandte. In ihm sind eindeutig klare Verse - sie sind die Mutter des Buchs ... (Sure Al 'Imran: 7)

Die im Qur’an enthaltene Rechtleitung ist voll mit Weisheit und kann ohne Schwierigkeiten erfaßt werden. Die in seinen Versen auferlegten Gebote und Verbote sind klar und leicht verständlich. Ein Mensch mit ernsten Vorsätzen, den Gott auf dem Rechten Weg geleitet hat, kann sie ohne Schwierigkeiten verstehen und sie vollständig in seinem Handeln befolgen.


Es ist gewiss eine Ermahnung für dich und für dein Volk, und ihr werdet darüber zur Rede gestellt werden.
(Sure az-Zukhruf: 44)

Der Qur’an ist aber viel mehr als ein Buch mit Vorschriften. Gott offenbarte im Qur’an, wie man körperlich und geistig gesund sein kann, und was in Zeiten von Schwierigkeiten und unerwarteter Mißgeschicke zu tun ist. Er beschrieb auch unterschiedliche menschliche Charaktere. Gott enthüllte auch Verse, die uns Kenntnisse bei der Lösung von Problemen, sei es persönliche oder gemeinschaftliche, bescherten. In anderen Worten beinhaltet der Qur’an alle grundlegenden Kenntnisse, die jederzeit im Leben einer Person oder einer Gemeinschaft benötigt werden, gleichgültig, wie unbedeutend sie auch sein mögen.

Aber es sind nur jene, die Gott fürchten und seine Gebote und Verbote befolgen, und die sich Ihm in ihrem Herzen unterwerfen, und die der kommenden Welt, der jetzigen den Vorzug geben, sind in der Lage, die Ratschläge des Qur’an für sich geltend zu machen. Gott sagt im Qur’an:

Wollen sie denn nicht über den Qur’an nachdenken - oder sind ihre Herzen verriegelt? (Sure Muhammad: 24)

Der Qur’an berichtet uns über vergangene Nationen und Menschen, die Gott leugnen oder Ihm nicht gehorchten, um uns zu helfen, Gottes Gebote in unserem täglichen Leben zu befolgen. Wir erfahren von ihrem Ende und wie sie bestraft wurden, damit auch wir aus der Geschichte eine Lehre ziehen können. Das ist eine Gnade, an der uns Gott teilhaben läßt.

Dies ist ein Teil der Berichte über Städte, die Wir dir erzählen; einige von ihnen stehen noch, und andere sind wie niedergemäht. (Sure Hud: 100)

Diese Geschichten von vergangenen Nationen ist ebenfalls eine Art, den Ungläubigen zu beweisen, dass der Qur’an das Wort Gottes ist. Der Prophet konnte einen Großteil der geschichtlichen Details nicht wissen, da er von keinem Gelehrten unterrichtet wurde. Er konnte nicht lesen noch schreiben und er ist auch nicht viel gereist. Das beweist, dass er den Qur’an nicht geschrieben haben kann. Viele Beschreibungen der vergangenen Nationen wurden vor kurzem durch Historiker und Archäologen bestätigt.6

Wahrlich, in den Geschichten über sie finden sich Lehren für die Verständigen. Er ist keine erfundene Geschichte, sondern eine Bestätigung dessen, was ihm vorausging, und eine Erklärung aller Dinge und eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für ein gläubiges Volk. (Sure Yusuf: 111)


Dies sind die Verse Gottes, die Wir dir in Wahrheit vortragen. An welche Offenbarung wollen sie denn glauben, wenn nicht an Gott und Seine Botschaft?
(Sure al-Dschathiya: 6)

Im Qur’an wurden Gebote und Verbote für uns erläutert, damit wir das Beste in der kommenden Welt erreichen. Um uns zu motivieren, mehr Gutes zu tun, beschreibt Gott im Detail, was wir im Jenseits zu erwarten haben. Es hängt von unserer Reinheit tawhid ab und den Taten, die wir in diesem Leben erbracht haben. Der Garten wurde bis ins Detail beschrieben, damit wir uns bemühen, ihn zu erstreben, so Gott will. Gleicherweise wurde ein ebenso graphisches Bild des Höllenfeuers gezeichnet, damit wir uns vom Unglauben, von der offenen oder versteckten Anmaßung, Partner Gottes zu sein und von schlechten Taten distanzieren, da wir das Mißfallen Gottes erregen.

Es ist gewiss eine Ermahnung für dich und für dein Volk, und ihr werdet darüber zur Rede gestellt werden. (Sure az-Zukhruf: 44)

Gott sagt uns, dass Er uns die Fähigkeit, zwischen richtig und falsch (furqan) zu urteilen, gegeben hat und mit diesem Leistungsvermögen lädt Er uns ein, über seine Schöpfung nachzudenken.

Zu Seinen Zeichen gehört auch die Schöpfung der Himmel und der Erde und die Verschiedenartigkeit euerer Sprachen und euerer (Haut-)Farben. Darin sind fürwahr Zeichen für die Wissenden. (Sure ar-Rum: 22)

In mehreren Versen des Qur’an gibt es Hinweise auf wissenschaftliche Gebiete, die erst vor kurzem von Forschern mit Hilfe von fortgeschrittlicher Technologie oder schwerverständlicher Mathematik weiterentwickelt wurden. Zur Zeit der Offenbarung des Qur’an war es unmöglich, diese Gebiete wissenschaftlich zu erforschen. Dies ist einmal mehr ein ernstzunehmender Hinweis für jene, die den Qur’an als Wort Gottes an die Menschheit leugnen.

Als der Qur’an im siebenten Jahrhundert geoffenbart wurde, hatten die Araber unzählige Mythen über die Welt. Sie hatten nicht die Technologie um das Universum zu erforschen noch die Welt der Natur. Sie glaubten in Mythen und Legenden, die von Generation zu Generation überliefert wurden. Sie glaubten z.B. dass der Himmel durch Berge hochgehalten wird; dass die Erde flach wäre und dass hohe Berge an den beiden Enden der Welt als Säulen dienten um das Himmelszelt abzustützen. Solcherlei Mythen wurden durch die Offenbarung des Qur’an ad absurdum geführt.

Gott ist es, der die Himmel ohne sichtbare Säulen aufgerichtet hat... (Sure ar-Ra'd: 2)


Wahrlich, sie werden dir niemals etwas gegen Gott nützen. Siehe, die Übeltäter sind einer des anderen Beschützer. Gott aber ist der Beschützer der Gottesfürchtigen.
(Sure al- Dschathiya: 19)

Über dies und viele andere Angelegenheiten vermittelt der Qur’an wichtige Kenntnisse, die den meisten Menschen dieser Zeit unbekannt waren. Als der Qur’an heruntergesandt wurde, wußten die Menschen sehr wenig über Astronomie, Physik und Biologie. Er beinhaltete bedeutendes Wissen über viele Dinge, wie die Schöpfung des Universums und der Menschen, die Bestandteile der Atmosphäre und das Gleichgewicht in der Natur. Es gibt wahrhaftig Tatbestände im Qur’an, welche wir noch nicht verstehen oder schätzen, weil wir noch nicht die Fähigkeit haben, sie zu erfassen.

Sehr detailliertes Wissen über diese Welt und die zukünftige wird im Qur’an vernünftig erklärt. Dies ist die Einzigartikeit des Qur’an. Obwohl der Qur’an viel Material für jene mit erforderlichem Verstand, Kenntnis und Gelehrsamkeit hat, benötigt der durchschnittliche Mensch keinen hohen Intellekt, umfassende Kultur oder Geschicklichkeit, um den Qur’an zu verstehen; man braucht nur Aufrichtigkeit. Der Qur’an wurde der gesamten Menschheit gesandt, aber er ist nur der Rechte Weg für jene, die Gott fürchten und die an den Letzten Tag glauben:

Dies sind die Verse des weisen Buches, Rechtleitung und Barmherzigkeit für die Rechtschaffenen. (Sure Luqman: 2-3)

O ihr Menschen! Nun ist eine Mahnung eueres Herrn zu euch gekommen und eine Arznei für das, was euere Herzen bewegt, und eine Leitung und Barmherzigkeit für die Gläubigen. (Sure Yunus: 57)

Bediuzzaman Said Nursi sagte, dass der Qur’an ein Führer zur Wahrheit für ergebene Sklaven Gottes ist:

Der Allwissende Qur’an ist der Führer zum Wissen und Bewußtsein, der Führer der Geister und Männer (sowie Frauen), der Lehrer jener, die nach Vollendung streben und der Ausbilder derjenigen, die die Wirklichkeit suchen.7

Der Qur’an sagt, dass die Worte Gottes genau und vollständig sind und dass eine Person nur dann die Wahrheit erreicht, wenn sie den Qur’an und die Sunnah des Propheten (s.a.w.s) als Richtlinie nimmt.

... Nichts haben Wir in dem Buch übergangen... (Sure al-An'am: 38)

... Und diejenigen, denen Wir das Buch gaben, wissen, dass es in Wahrheit von deinem Herrn hinabgesandt wurde. So sei keiner der Zweifler. Und das Wort deines Herrn hat sich in Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit erfüllt. Niemand vermag Sein Versprechen zu ändern; und Er ist der Hörende, der Wissende. (Sure al-An’am: 114-115)


Was nun diejenigen anlangt, welche glaubten und das Rechte taten, die wird ihr Herr in Seine Barmherzigkeit einführen; das ist die offenbare Glückseligkeit.
(Sure al- Dschathiya: 30)

Einer der wichtigsten Eigenschaften des Qur’an ist, dass er, ohne Änderung seit der Zeit, als er dem Prophet Muhammad (s.a.w.s) geoffenbart wurde, zu uns heruntergekommen ist:

Wahrlich, Wir sandten die Ermahnung herab, und Wir wollen fürwahr ihr Bewahrer sein. (Sure al-Hidschr: 9)

... Dessen Wort niemand verändert... (Sure al-Kahf: 27)

Es ist im Qur’an selbst erklärt, dass der Qur’an nicht die erste Offenbarung Gottes an die Menschheit ist:

Er hat auf dich das Buch in Wahrheit herabgesandt, bestätigend, was ihm vorausging. Und Er sandte hinab die Thora und das Evangelium-(Schon) zuvor - als eine Rechtleitung für die Menschen... (Sure Al ‘Imran: 3-4)

Das Wunder des Qur’an ist, dass er die letzte Offenbarung Gottes ist und er wird heute so rezitiert wie vor 1400 Jahren rezitiert. Er wird für allezeit unverändert bleiben. Der originale Zustand der zuvor geoffenbarten Schriften wurde geändert. Über Jahre wurden Zusätze und Änderungen gemacht und einzelne Teile wurden völlig geändert.

Wenn aber eine Offenbarung dem Propheten (s.a.w.s) gemacht wurde, befähigte ihn Gott auf wundervolle Weise, sie sich zu merken. Sofort danach ließ der Prophet (s.a.w.s) den Qur’an von ausgewählten Männern unter den Gefährten, den “Schreibern der Offenbarung”, aufzeichnen. Aus diesem Grund wurde der Qur’an in schriftlicher Form bewahrt. Während des Kalifates von Abu Bakr wurde der Qur’an in einem Band gesammelt. Während des Kalifates von Osman wurden zahlreiche Kopien angefertigt und in die großen Städte des Islam versendet.

Auf Grund dieses Göttlichen Schutzes ist der Qur’an ein solch gewaltiges Buch, mit der Erlaubnis und dem Willen Gottes:

... Es ist wahrlich ein erhabenes Buch! Von keiner Seite kann Falschheit an es herankommen. Es ist eine Offenbarung von einem Weisen, Rühmenswerten. (Sure Fussilat: 41-42)

Hätten wir diesen Qur’an auf einen Berg herabgesandt, dann hättest du ihn sich demütigen und aus Ehrfurcht vor Gott sich spalten sehen. Solche Gleichnisse stellen Wir für die Menschen auf, damit sie nachdenklich werden. (Sure al-Hashr: 21)


Gott sei also alles Lob, dem Herrn der Himmel und dem Herrn der Erde, dem Herrn der Welten!
(Sure al-Dschathiya: 36)
Sein ist die Herrlichkeit in den Himmeln und auf Erden. Und Er ist der Erhabene, der Weise.
(Sure al-Dschathiya: 37)

Wenn man den Qur’an rezitiert, können in dieser und der kommenen Welt vielfältige Wohltaten erworben werden und mehr davon, wenn man ihn versteht.

... Von Gott ist zu euch nunmehr ein Licht und ein deutliches Buch gekommen, Womit Gott zu Wegen des Heils leitet, wer Sein Wohlgefallen anstrebt, und sie mit Seiner Erlaubnis aus den Finsternissen zum Licht und auf einen rechten Pfad führt. (Sure al-Ma'ida: 15-16)

Dies dient der Einsicht der Menschen und ist eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für Leute, die ihres Glaubens gewiss sind. (Sure al-Dschathiya: 20)

Unter der Autorität von ‘Abdullah ibn Mas’ud wurde erzählt, dass der Prophet (s.a.w.s) sagte: Der Qur’an ist ein Fürbitter. Er wurde geschaffen um Fürsprache einzulegen und es ist rechtmäßig, daran zu glauben. Wer immer ihn vor sich legt, den wird er ins Paradies geleiten; wer ihn aber hinter sich legt, den wird er ins Höllenfeuer lenken.’ (At-Tarabani)

Die Rezitation des Qur’an bringt dem Herzen Ruhe und Friede der Seele. Er ist eine Führung und Gnade von Gott für alle Gläubigen.

... sollten die Herzen im Gedanken an Gott denn nicht in Frieden sein? (Sure Ra'd: 28)

Und wenn der Quran verlesen wird, so hört zu und schweigt, damit ihr Barmherzigkeit findet... (Sure al-A’raf: 204)